"Kommt’s auf d’ Schmelz"

Bis auf wenige Plätze voll besetzt war der Saal des Schutzhauses "Zukunft auf der Schmelz" am 10. Oktober und das Publikum zeigte sich von Hedy Slunecko-Kaderka's 12. Abend mit "Wienerlied und mehr" begeistert. Kein Wunder, hatte Sie doch ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Ein Blick in den vollbesetzten Saal im Schutzhaus "Zukunft auf der Schmelz"

Wie jedes Jahr im Herbst, so auch heuer, lud Hedy Slunecko-Kaderka wieder zu ihrer großen "Wienerlied und mehr!"-Veranstaltung ins Schutzhaus "Zukunft auf der Schmelz" im 15. Bezirk. Der Saal war bis auf wenige Plätze voll besetzt und das Publikum zeigte sich von dem abwechslungsreichen Programm begeistert.

Herbert Bäuml und Rudi Koschelu

Zum Auftakt spielte das Schrammel-Duo Rudi Koschelu - Herbert Bäuml den flotten "Schmelzer-Marsch" von Josef "Pepi" Kaderka, den er eigens für den Verein der großen Gartenanlage komponiert hatte. Gerhard "Die Stimme Wien" Heger begrüßte Gäste und Künstler und ließ dazu gleich seine Stimme mit dem wienerischen "Mir echten Weanaleut'" musikalisch erklingen.

Gerhard "Die Stimme Wien" Heger

Gleich darauf folgten mit einer kleinen Programmumstellung Manfred Chromy's Texas- Schrammeln, da sie anschließend zu einem weiteren Auftritt gerufen wurden. Sie spielten zwar nicht "ehrwürdig" Wienerisch und es gab zu Beginn einige erstarrte Mienen im Publikum, da viele dieses großartige Duo noch nicht kannten. Manfred Chromy am blitzblauen Schlagbaß, er spielt auch Gitarre und Dr. Oliver Gruen an der E-Gitarre, er spielt auch Dobro, Geige und Mandoline. Und beide singen. Sie haben uns ein sehr abwechslungsreiches Programm mitgebracht, begonnen von Rock'n Roll, Austro Billy, Weana Swing bis zu ihren Texasschrammelng'stanzeln. Chromy zeigte wieder einmal seine grandiose artistische Leistung: einmal unter dem Schlagbaß zu liegen oder oben auf diesem herumzuturnen und dabei ohne Unterbrechung zu spielen. Diese Aktionen lockerten dann das Publikum entgültig auf und und trieb die Stimmung in die Höhe. Die beiden großartigen Musiker bekamen viel anerkennenden, begeisterten Applaus und Zugabe-Zurufe waren zu hören. Eine kleine Draufgabe gab es dann doch noch, doch leider mussten sie ja, wie bereits oben erwähnt, zum nächsten Termin.
Nach diesen heißen Rhythmen folgte eine kleine "Verschnaufpause", denn das Publikum sollte die Möglichkeit haben, sich auf den etwas beschaulicheren Wienerlied-Teil einzustellen.

Die "Texas Schrammeln" Dr. Oliver Gruen und Manfred Chromy

Mit der liebenswerten Sängerin Inge Wehofer, die so lange Zeit aus familieren Gründen pausiert hatte, begannen die Wienerlieder von Richard Czapek, Josef "Pepi" Kaderka usw., Rita Krebs folgte auch der Einladung bei Hedy Slunecko-Kaderka zu singen und brachte auch Kaderka-Lieder mit. Beide Sängerinnen wurden von Koschelu-Bäuml begleitet, die auch, wie immer, zeitweise als "Backgroundchor" fungierten. Es gab auch eine kleine etwas ausgefallenere Kostprobe für das Publikum und zwar den Unterschied zwischen einem Dudler und einem Jodler: Gedudelt hat natürlich unser einziger Dudler Wiens, Rudi Koschelu, und Rita Krebs sang darauf den "Erzherzog Johann-Jodler". Es war eine sehr interessante Darbietung, der auch die Gäste zustimmten.

Inge Wehofer, Herbert Bäuml und Rudi Koschelu – im Bild unten: mit Rita Krebs

Koschelu-Bäuml blieben auf der Bühne und begleiteten dann Prof. Marika Sobotka, die zu ebenfalls Kaderka-Lieder vortrug, anschließend folgte eine Premiere, und zwar mit "‘s silberne Kannderl" das erste gemeinsame Duett mit Gerhard Heger. Es war wunderschön, vielleicht hören wir von den beiden noch mehr gemeinsam gesungene Lieder. Es gab dann die wohlverdiente Pause für die Künstler, die "Heinzelmännchen" und natürlich für das Publikum.  

Die "16er Buam" Patrick Ruika und Klaus P. Steurer

Der zweite Teil begann mit den "16er Buam" Patrick Rutka und Klaus P. Steurer "Stimmungsmacher par excellence", die mit viel Spaß, lustigen Liedern und perfektem musikalischem Können die Stimmung anheizten. Viele bekannte Lieder aus eigener Feder, eines köstlicher als das andere, brachten sie, darunter auch ihren Erfolgshit mit dem etwas anrüchigen Titel "Mei' Schatzerl is a Häuslfrau", zu dem Monika Khoury, wie zu vielen anderen auch, den Text schrieb.  

Prof. Marika Sobotka und Gerhard "Die Stimme Wien" Heger

Nach einem kurzen Bühnenwechsel ging es dann mit den bereits heiß erwarteten "3 Kolibris" in die Endrunde. Wie auch schon vergangenes Jahr wieder dabei: der "Alt-Kolibri mit Samtstimme" Rudi Schaupp am Baß, Gerhard Heger, er war 15 Jahre bei Sänger bei den "Kolibris" Sänger, und der Allroundmusiker Herbert Bäuml am Akkordeon. Man kann es in Worten gar nicht ausdrücken was die drei geleistet und dargeboten haben haben. Es war einfach großartig. Gerhard Heger sang fast eineinhalb Stunden die schönsten Highlights aus Operetten und die Gäste waren, genauso wie wir, von diesem Vortrag überwältigt! Ohne Pause, ohne einen Schluck Wasser, sang er makellos, teilweise natürlich auch herrlich im Dreiklang - von Schaupp und Bäuml gesungen und begleitet. Bereits mitten im Vortrag bekamen sie etliche stehende Ovationen und die Zugaberufe und der Applaus waren schier endlos. So gab es noch zwei Zugaben, doch dann fiel der Vorgang endgültig.

Die 3 Kolibris": Gerhard "Die Stimme Wien" Heger, Allroundmusiker Herbert Bäuml
am Akkordeon und "Alt-Kolibri mit Samtstimme"
Rudi Schaupp am Baß (v.l.)

Unser Dank sei auch noch unseren musikalischen Freunden Peter und Manfred ausgesprochen,
die großartig für den "Guten Ton" sorgten.
 
     
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Alle Fotos: daswienerlied.at    
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erstellt am 30. 10. 09