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Erinnerungen an Josef "Pepi" Kaderka

Zum 100. Geburtstag von Josef "Pepi" Kaderka stellte die Wiener Volkskunst einen Abend im "Schutzhaus am Ameisbach" unter das Motto "Kinder seids alle beinand". Mit dabei: Prof. Marika Sobotka, Cordula Donner, Peter Rosen und Thomas Schmidt. Am Klavier brillierte wieder Prof. Leopold Grossmann.
Prof. Leopold Grossmann, Peter Rosen, Sylvia Wally, Hedy Slunecko-Kaderka, Prof. Marika Sobotka, Thomas Schmidt und Cordula Donner (v.l.) 

Prof. Leopold Grossmann, Peter Rosen, Sylvia Wally, Hedy Slunecko-Kaderka,
Prof. Marika Sobotka, Thomas Schmidt und Cordula Donner (v.l.)

Die Wiener Volkskunst widmete den ersten Teil des musikalischen Abends unter dem Motto "Kinder seids alle beinand" dem Gedenken an Josef "Pepi" Kaderka zu dessen 100. Geburtstag. Für die Programmgestaltung zeichnete Prof. Leopold Grossmann verantwortlich und er lud Prof. Marika Sobotka, Cordula Donner, Peter Rosen und Thomas Schmidt als InterpretInnen ein. Obfrau Sylvia Wally begrüßte ihre zahlreich erschienenen Gäste mit dem von allen mitgesungenen Vereinslied und Prof. Marika Sobotka eröffnete mit dem als Motto gewähltem Lied "Kinder seids alle beinand" schwungvoll den Abend.

Anschließend hielt Grossmann eine eindrucksvolle Laudatio für Josef "Pepi" Kaderka und brachte so manchem der Gäste dieses umfangreiche künstlerische Leben näher. Mit einem Zitat aus "Jedermann" krönte er zum Schluß seine Rede: "Seine Werke allein werden seine Fürsprach' sein".
Peter Rosen auf der Bühne im Schutzhaus

Peter Rosen auf der Bühne im Schutzhaus "Am Ameisbach"

Peter Rosen führte – wie gewohnt – humorvoll mit eigenen Gedichten und vielen lustigen Witzen durch den Abend und bat Thomas Schmidt auf die Bühne. Es sei erwähnt, daß dieser sympathische junge Tenor aus Norddeutschland mit Leib und Seele bei der Wiener Musik ist und gerade zu solchen Anlässen, wie diesem, unermüdlich in den Archiven wühlt, um fast Vergessenes oder noch nie Aufgeführtes auszugraben und einzustudieren. So hat er uns einiges mitgebracht, das auch für die Ohren von Hedy Slunecko-Kaderka, Seele des Wienerlieds und Tochter des Geehrten, absolut neu war: "Gondola d'Amore" (komponiert von Bruno Lanske und Kurt Gründler, 1954), "Ich hab so Sehnsucht nach dir" (komponiert von Hans Neff) und "Jeder Schluß von einem Märchen" (komponiert von Prof. Leopold Grossmann).

Auch Cordula Donner brachte Neues mit: "Erinnerungen an Neustift am Wald" (komponiert von F. Buchinger, 1958), das schon lange nicht gehörte Lied "Liab und herzig", einst von Steffi Melz und Franz Schuh auf Schellack veröffentlicht (komponiert von Theo Ferstl, 1951) und im Duo hörten wir "Mein Herz schlägt nur für Wien" (komponiert von Toni Elsner, 1974). Es war eine große Freude für Hedy Slunecko-Kaderka, von diesen netten jungen Menschen diese alten Lieder zu hören.

Mit Peter Rosen ging es dann über zu gerne gespielten/gesungenen und allseits bekannten Wienerliedern "Einen Wiener kennst sofort…" (komponiert von Franz Grohner) ,"Hörts bei euch da g'fallts ma" (komponiert von Kurt Gründler) und "I hab ka Angst ums Weanerliad" (komponiert von Bruno Hauer). Prof. Marika Sobotka beendete den 1. Teil mit "Ohrwürmern" aus der Feder von Kaderka: "I bin bestimmt ka Unvollendete", "Das Herz in der Rind'n" und "A Glaserl mit an Henkel" (komponiert von Bruno Hauer), wobei bereits bei diesem Lied in guter Stimmung alle mitsangen und applaudierten.
Hedy Slunecko-Kaderka, Obfrau Sylvia Wally und Prof. Leopold Grossmann

Hedy Slunecko-Kaderka, Obfrau Sylvia Wally und Prof. Leopold Grossmann 

Zum Abschluß des ersten Teiles baten Prof. Leopold Großmann und Obfrau Sylvia Wally Hedy Slunecko-Kaderka auf die Bühne und überraschten sie mit einer von Grossmann gehaltenen Dankesrede, ehrten sie mit einer Urkunde der Ehrenmedaille der "WIener Volkskunst" zu ihrem 70. Geburtstag und für ihre Verdienste um die Wiener Musik. Ein großer Blumenstrauß durfte da natürlich nicht fehlen. Hedy Slunecko-Kaderka konnte es gar nicht fassen: "Diese Überraschung und die mir von Euch zugekommene Ehre hat mich tief im Herzen bewegt und ich sage Euch allen DANKE!!! Mein Kollege Michael Mössmer und ich werden uns mit allen uns gegebenen Möglichkeiten zur Erhaltung unseres Wienerlied-Kulturgutes weiter dafür einsetzen. Mit Menschen, wie euch, sowie der bereits immer größer und auch jünger werdenden ,Fangemeinde Wienerlied und Wiener Musik‘ aus dem In-und Ausland wage ich bescheiden doch hoffnungsvoll mit den Worten Josef ,Pepi‘ Kaderkas zu sagen: ,I hab ka Angst ums Weanerliad!‘"
Vollbesetzter Saal im Schutzhaus

 Vollbesetzter Saal im Schutzhaus "Am Ameisbach"

Noch einmal waren im zweiten Teil des Abends alle Künstler mit dabei, unermüdlich und perfekt wie immer von unserem Klaviervirtuosen Prof. Leopold Grossmann am Klavier begleitet. Immer wieder staunen wir, alle Noten, die er oft überraschend "vor die Nase" gelegt bekommt, spielt er ohne lange zu überlegen, transponiert sie auch ohne lange nachzudenken, stellt sich spontan auf die auftretenden Interpreten ein. Und er bleibt bei diesem Streß auch noch heiter und bescheiden. Lieber Prof. Großmann, auch Dir gehört unser großer Dank!!!

Musikalisch ging es mit Cordula Donner weiter: Operettenmelodien von Robert Stolz u.a. "Du sollst der Kaiser meiner Seele sein", mit Franz Lehars "Vilja, oh Vilja" und, im Duett mit Thomas Schmidt, mit Melodien von Edmund Nick (deutscher Komponist, Dirigent und Musikschriftsteller - 22. September 1891 in Reichenberg/Böhmen; † 11. April 1973), Carl Michael Ziehrer, Hans Lang usw.

Peter Rosen brachte uns drei wunderschöne Lieder aus der Feder von Grossmann "Wie Sand rinnt die Zeit", "I g'hör zu dir!", und "Ein Tag ohne dich!!" Mit "Mach nie a Tür für immer zua", auch aus der Feder Grossmanns, sowie dem Lied "Heimat" und einem zünftigen Heurigenpotpourri verabschiedeten sich Prof. Marika Sobotka, Peter Rosen mit einem lustigen Gedicht. Mit dem vom ganzen Ensemble, Obfrau Sylvia Wally und den Gästen gesungenen Vereinslied "Spät is' word'n" ging dieser schöne Abend zu Ende.
 
 
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erstellt am 12. 05. 10 © http://www.daswienerlied.at